KULTUR & GESCHICHTE

KULTURELLE ERLEBNISSE AUF CHALKIDIKI IN GRIECHENLAND

Unsere Region zeichnet sich nicht nur wegen der zauberhaften Landschaft, den goldenen Sandstränden, dem smaragdgrünem Meer und den Charme der umliegenden Orte aus, sondern ist so intensiv von einer reicher Kultur und bewegten Geschichte geprägt, dass man es in jedem Atemzug spürt.

DIE BEWEGTE GESCHICHTE DER ZAUBERHAFTEN CHALKIDIKI

In der Mythologie ist Chalkidiki als “Flegra” (Platz des Feuers) bekannt, weil hier Zeus und weitere Olympische Götter in einer epischen Schlacht, der Gigantomaxia (Kampf der Giganten), gegen die Kinder von Gaia (Mutter Erde) und Uranus kämpften.

Die Halbinsel Kassandra erhielt ihren Namen von Kassandros, dem König von Makedonien. Der mittlere, Finger“ Sithonia wurde nach Sithon, einem Sohn des Meeresgottes Poseidon benannt, und der Sage nach bekam Athos ihren Namen vom Riesen Athos, der einen gewaltigen Berg nach Zeus warf, welcher ihn eaber verfehlte und stattdessen im Meer landete.

Bei Ausgrabungen in der Höhle von Petralona wurde festgestellt, dass Chalkidiki bereits vor 700.000 Jahren vom Urmenschen Archanthopros bewohnt wurde und ein entsprechender Schädelfund wurde auf 200.000 Jahre datiert.

In der jüngeren, vorchristlichen Geschichte gründeten sich erste Gesellschaften und Kommunen ca. 4.000 Jahre v.Chr., wobei die ersten Einwohner Thrakier und Pelagsi waren.

Gegen Ende des trojanischen Krieges landeten die peloponnesischen Pelineis in Skioni auf Kasandra, um ihre Wasser- und Nahrungsmittelvorräte zu ergänzen, bevor sie in ihre Heimat zurückkehrten. Aber die trojanischen Frauen, die unfreiwillig mitreisten, legten Feuer auf den Schiffen, wodurch die gesamte Flotte verbrannte und die Krieger zwang in Skioni zu bleiben. Etwa zur gleichen Zeit überwinterte Ainias, der Held von Troja, auf seiner Reisen nach Rom im Nordwesten von Chalkidiki und gründete nahe Angeloxori die Stadt Aineia.

Im 8. Jahrhundert v.Chr. mehrte sich die Bevölkerung als die ersten Kolonialherren aus dem Süden Griechenlands folgten, insbesondere aus dem Stadtstaat Chalkis in Evia, woher auch der Name Chalkidiki stammt.

Im 5. Jh. v.Chr. nahm Chalkidiki am Persischen Krieg teil; die damals wichtigste Stadt Olynthos wurde von den Persern erobert und alle Einwohner getötet. Als die Griechen die Perser in der Schlacht von Salamina besiegten (480 v.Chr.), lehnten sich die Einwohner von Olynthos und Potidea gegen die Perser auf und vetrieben sie.

DER HEILIGE BERG ATHOS

Inmitten üppiger Vegetation und umgeben von smaragdgrünem Meer liegt der Berg Athos, auch bekannt als der Heilige Berg (Agion Oros). Dort befindet sich die älteste Mönchsrepublik der Welt mit autonomen Status. Die Heilige Gemeinschaft besteht aus einem Mönchskonzil, das 20 Klöster umfasst. 

Der Legende nach war die Jungfrau Maria mit Johannes dem Täufer auf ihrem Weg zu Lazarus und von der wilden Schönheit der Natur so beeindruckt, dass sie Gott bat, ihr den Berg zu schenken.

Daher ist der Berg Athos auch bekannt als "Garten der Gottesmutter" und weil dieser im theologischen Sinne Maria, der obersten Heiligen der orthodoxen Kirche, vorbehalten ist, ist allen Frau der Zutritt untersagt.

Die 20 Großklöster der Mönchsrepublik sind seit 1988 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Das erste Kloster, "Megisti Lavra" wurde im Jahr 963 vom byzantinischen Mönch Athanasios Athonites gegründet. Bis zu diesem Zeitpunkt siedelten auf Athos bereits Mönche, die sich an den Vorbildern der asketischen Mönche im Alten Ägypten orientierten. In den nachfolgenden Jahren gründeten Mönche aus Bulgarien, Rumänien, Serbien, Georgien und Russland weitere Großklöster.

Neben den Klöstern gibt es auf Athos auch zahlreichen Skiten, eine Siedlungsform die vom jeweiligen Mutterkloster abhängig ist und somit keine eigenständigen Rechte in Regierung und Verwaltung besitzen. Skiten sind dörfliche Siedlungen, bei denen Kalivia (Hütten) für mehrere Mönche und Kellia (Zellen oder Klause) für einen Bewohner, um einen klösterlichen Zentralbau herum angesiedelt sind. Zudem siedeln, an schwer zugänglichen Hängen des eigentlichen Berges, Mönche in Hesychasterien (Eremitagen) in Kleistbauten und Höhlen.

Berühmt sind die Malerwerkstätten des Athos, deren große Tradition der Ikonenmalerei bis ins Hochmittelalter zurück reicht.

Heute wird der Heilige Berg von ca. 2.000 Mönchen bewohnt, die einem strikten Regime und täglichen Aktivitäten folgen. Die Mönche richten sich nach dem alten Julianischen Kalender und nach Byzantinischer Zeit. Bei Sonnenuntergang werden alle Klöster geschlossen und erst zu Sonnenaufgang wieder geöffnet. Vor Sonnenaufgang werden die Mönche mit einem bestimmten Glockenrhythmus zur Morgenandacht gerufen.

Jedes Kloster feiert an einem bestimmten Tag ein großes Fest zu Ehren seines Namenspatrons (Agios). Das wichtigste Fest wird zu Ehren der Jungfrau Maria am 15. August (nach dem Julianischen Kalender am 28. August) mit einem großen Festessen gefeiert.

Heilige Relikte und andere religiöse Artefakte werden gewöhnlich während kultureller Veranstaltungen ausgestellt, um den Besuchern ein einmaliges kulturelles Erlebnis zu bieten.

Für mehr Informationen über Berg Athos besuchen Sie bitte die offizielle Website www.inathos.gr